10. Aug 2009

Die SFG Salzdetfurth e.V. informiert

Flyer Bis zum 3.9. 09 liegt für jedermann öffentlich einsehbar unser Antrag zur Zulassungsänderung des Segelfluggeländes im Salzdetfurther Rathaus aus.

Ziel ist es, unseren Sport für die Zukunft abzusichern und als eine der vielfältigen Freizeitmöglichkeiten in unserer Region zu erhalten.

Fakt ist, dass aus der Flugausbildung unserer jungen Segelflugpiloten die Überlandflugeinweisung und das Trainieren von Aussenlandungen mit einem motorgetriebenen Fluggerät nicht mehr wegzudenken ist.

Wir setzen seit vielen Jahren einen betagten Motorsegler dafür ein, der mit einem Alter von 40 Jahren den Zenith seiner Einsatzdauer längst überschritten hat und seit 1974 zum festen Bestandteil des Segelfluggeländes gehört.

Seit vielen Jahren startet dieses Motorflugzeug per Sonderzulassung im Selbststart auf unserem Platz. Es ermöglicht unseren Flugschülern eine moderne und sichere Ausbildung. Unsere erfahrenen Piloten können damit ihre fliegerischen Aktivitäten verlängern und bleiben uns als Vereinsmitglieder mit ihren Wissen und ihren ehrenamtlichen Aktivitäten erhalten. In vielen Flügen haben wir auch Ihnen, unseren Gästen und Nachbarn damit die heimatliche Region und ihre Schönheit aus der Vogelperspektive gezeigt.

…all das, liebe Nachbarn, soll weiterhin so bleiben und dafür haben wir als verantwortlicher Vorstand der Segelfliegergruppe auf Empfehlung der Luftfahrtbehörde diese Zulassungsänderung durch Aufnahme der Startart Selbststart und der Flugzeugarten Motorsegler und Luftsportgeräte beantragt.

Was wollen wir nicht:

Wir wollen nicht die Startart Flugzeugschlepp, die mit unserer Vorstellung von einem naturnahen Sport und der seit Jahrzehnten gewachsenen Freundschaft zu unseren Nachbarn nicht vereinbar ist.

Wir wollen nicht die Ausweitung des motorgetriebenen Flugbetriebs, weder über der Vienig, der Bünte oder über anderen Teilen des Ortes und der Region Bad Salzdetfurth.

Wir wollen nicht, dass Modellflugzeuge die Ruhe unseres Segelfluggeländes und des angrenzenden Naturschutzgebietes Steinberg stören.

Wir wollen nicht, dass durch Fehlinformation und Horrorszenarien unser etablierter Verein in ein Licht gerückt wird, das jeglicher Wahrheit widerspricht  und dem langjährigen Miteinander nicht gerecht wird.

Was wollen wir:

Wir benötigen den Selbststart, weil heutige Motorsegler generell ohne Windenkupplung verkauft werden und ohne diese Genehmigung nur ein älterer, gebrauchter und nicht dem Stand der Technik entsprechender Motorsegler auf unserem Platz  verkehren könnte.

Wir benötigen die Zulassungsart Motorsegler, um die erfolgreiche Überlandflugausbildung nach modernen Methoden weiterführen zu können.

Wir wollen die Zulassungsart Luftsportgeräte, um an der sich rasant entwickelnden Technik teilhaben zu können, die mittlerweile leistungsstarke und leise Flugzeuge als Alternative zum Motorsegler herausbringt und damit die Lärmemission noch einmal drastisch reduziert.

Wir wollen Ihre Unterstützung  in einem fairen und sachlichen Miteinander, das zum Wohle unseres Ortes, seiner Attraktivität sowie zur Weiterentwicklung des reichen Sport- und Freizeitangebots in dieser Region dient.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Segelfliegergruppe Salzdetfurth e.V.

Kommentare

Herzlichen Glückwunsch zu der Klarstellung vom 10.08.2009 zum Thema Zulassungsänderung des Segelfluggeländes.

Viel zu lange wurde das Feld für unsachlich geführte Diskussionen nur den Gegnern oder den Möchtegern-Fachleuten überlassen.
Durch diese ausführliche Information kann sich jeder ein besseres Bild von den Zielen der SfG machen.
Für weitere Anfragen steht sicherlich der Vorstand des Vereins mit seinem Pressereferenten zur Verfügung.

Weiterhin viel Fliegerglück
Euer Klaus Höfel

Ein Mehr an Sicherheit – wer wollte das nicht ?

Der 40 Jahre alte Motorsegler mit dem Kennzeichen „D-KOMM“ soll nun gehen. Er wird langsam zu alt. …Aha…
Für ihn und nur für ihn gilt m.E. die Sonderzulassung des Selbststarts auf dem Segelfluggelände Steinberg Wesseln.
Wenn ein neues und somit sichereres Luftfahrzeug den alten Motorsegler ersetzen soll, muss auch die Sonderzulassung des Selbststarts auf das neue bessere Luftfahrzeug übertragen werden, um den Status Quo zu halten.
Ob dieses nun ein Motorsegler oder ein Ultraleichtflugzeug ist, ist bei Betrachtung des erzeugten Fluglärms völlig unerheblich. Neuere Flugzeuge sind zwar nicht wesentlich leiser als die alten, doch sie können mit besseren Steigleistungen aufwarten. Also können sie im Startverfahren schneller die Höhe erreichen, die ein sicheres Wegkurven von der Ortschaft Wesseln ermöglicht. Somit wird auch der Lärm in Wesseln mit einem neuen Flugzeug eher weniger.

Beim Auto wird nach 9 Jahren Lebensdauer über die Abwrackprämie nachgedacht. Obwohl ein Luftfahrzeug jedes Jahr zum „TÜV“ muss, kann es auch nicht endlos in Betrieb bleiben.

Mal ehrlich, lieber Anwohner des Heerbergs, wollen Sie ein so altes Gerät auf Dauer über Ihren Köpfen haben? Gerade die Turbulenzen im Landeanflug verlangen den Flugzeugen im Laufe ihres Lebens einiges an technischer Standfestigkeit ab. Die ist bei keinem Flugzeug unendlich.

Deshalb: gehen Sie oder schreiben Sie zur Stadtverwaltung und stimmen Sie für mehr Sicherheit über Ihren Köpfen!
Ermöglichen Sie den Segelfliegern die Erneuerung des Fluggerätes nicht zuletzt für Ihre Sicherheit!
Stimmen Sie der Übertragung der Sonderzulassung auf neues, in der Anzahl und im Typ zu begrenzendes Luftfahrtgerät zu.
Lassen Sie nicht den notorischen Gegnern die Mehrheit, weil diese lautstark meckern und Ihre Meinung durch Ihr Schweigen nicht zur Geltung kommt!

Die Jugend wird es Ihnen danken. Denn Sie ermöglichen durch Ihre Zustimmung eine noch bessere Jugendarbeit in Ihrer Stadt.
Viele Früchte dieser Jugendarbeit können Sie sich im Internet unter www3.onlinecontest.org betrachten. Im sogenannten OLC, dem „online-contest“ können sich die Segelflieger weltweit mit anderen messen.
Gerade die Salzdetfurther Jungsegelflieger können hier mit hervorragenden Leistungen glänzen. – Das soll auch so bleiben. Denn ein Heranwachsender braucht Erfolge für seine soziale Entwicklung.

Für ein Mehr an Sicherheit
Klaus Höfel, Berlin

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