lb092038 Die Juniorenmannschaft der Segelfliegergruppe Salzdetfurth hat in der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug (kurz DMST) für die Region Niedersachsen den dritten Platz belegt. Bis zum 25. Lebensjahr treten die Piloten in der Juniorenwertung an. Die Mannschaft besteht aus Julian Oskamp aus Holle (17), Lukas Büsse aus Segeste (18) und Peer-Magnus Bührke aus Hildesheim (24). In der Mannschaftswertung zählt der beste Flug des Jahres jedes einzelnen Team-Mitglieds. In der gesamtdeutschen Wertung reichte die Leistung lediglich für den 21. Platz, woran deutlich wird, dass der Norden des Landes an allgemein schlechteren Segelflugbedingungen zu leiden hat. Den ersten Platz der niedersächsischen DMST-Wertung errang der AC Braunschweig mit 1.820 Punkten. Zweiter wurde der LSV Schneverdingen mit 1.637 Punkten, dicht gefolgt von der SFG Salzdetfurth mit 1.613 Punkten.

lb092037 Am 31. Juli flog Peer-Magnus Bührke vom Flugplatz Steinberg aus mit einer DG 100G ein Dreieck von 426km Länge um die Wendepunkte Alfeld, Stendal und Lüneburg. Mit 508km flog Lukas Büsse am 04. August ein Dreieck mit den Wenden Korbach, Sömmerda und Stüde bei Gifhorn mit einem Discus. In derselben guten Wetterlage, in der zahlreiche große Strecken in Norddeutschland geflogen werden konnten, festigte Julian Oskamp einen Tag später mit einem 403km Flug auf einer LS 4 den dritten Platz der Mannschaft. Seine Wendepunkte lagen nach dem Start in Bad Salzdetfurth bei den Flugplätzen Gardelegen, Allstedt und den Ithwiesen.

In den Einzelwertungen sind ebenfalls zufriedenstellende Platzierungen erreicht worden. Lukas Büsse flog in der Juniorenwertung Standardklasse in Niedersachsen auf den 5. Platz, Julian Oskamp auf den 7. Peer-Magnus Bührke belegte in der Juniorenwertung Clubklasse den 17. Platz.

Auf dem Niedersächsischen Segelfliegertag in Verden am 15. November werden die drei Piloten für ihre guten Leistungen geehrt werden.

Flyer Bis zum 3.9. 09 liegt für jedermann öffentlich einsehbar unser Antrag zur Zulassungsänderung des Segelfluggeländes im Salzdetfurther Rathaus aus.

Ziel ist es, unseren Sport für die Zukunft abzusichern und als eine der vielfältigen Freizeitmöglichkeiten in unserer Region zu erhalten.

Fakt ist, dass aus der Flugausbildung unserer jungen Segelflugpiloten die Überlandflugeinweisung und das Trainieren von Aussenlandungen mit einem motorgetriebenen Fluggerät nicht mehr wegzudenken ist.

Wir setzen seit vielen Jahren einen betagten Motorsegler dafür ein, der mit einem Alter von 40 Jahren den Zenith seiner Einsatzdauer längst überschritten hat und seit 1974 zum festen Bestandteil des Segelfluggeländes gehört.

Seit vielen Jahren startet dieses Motorflugzeug per Sonderzulassung im Selbststart auf unserem Platz. Es ermöglicht unseren Flugschülern eine moderne und sichere Ausbildung. Unsere erfahrenen Piloten können damit ihre fliegerischen Aktivitäten verlängern und bleiben uns als Vereinsmitglieder mit ihren Wissen und ihren ehrenamtlichen Aktivitäten erhalten. In vielen Flügen haben wir auch Ihnen, unseren Gästen und Nachbarn damit die heimatliche Region und ihre Schönheit aus der Vogelperspektive gezeigt.

…all das, liebe Nachbarn, soll weiterhin so bleiben und dafür haben wir als verantwortlicher Vorstand der Segelfliegergruppe auf Empfehlung der Luftfahrtbehörde diese Zulassungsänderung durch Aufnahme der Startart Selbststart und der Flugzeugarten Motorsegler und Luftsportgeräte beantragt.

Was wollen wir nicht:

Wir wollen nicht die Startart Flugzeugschlepp, die mit unserer Vorstellung von einem naturnahen Sport und der seit Jahrzehnten gewachsenen Freundschaft zu unseren Nachbarn nicht vereinbar ist.

Wir wollen nicht die Ausweitung des motorgetriebenen Flugbetriebs, weder über der Vienig, der Bünte oder über anderen Teilen des Ortes und der Region Bad Salzdetfurth.

Wir wollen nicht, dass Modellflugzeuge die Ruhe unseres Segelfluggeländes und des angrenzenden Naturschutzgebietes Steinberg stören.

Wir wollen nicht, dass durch Fehlinformation und Horrorszenarien unser etablierter Verein in ein Licht gerückt wird, das jeglicher Wahrheit widerspricht  und dem langjährigen Miteinander nicht gerecht wird.

Was wollen wir:

Wir benötigen den Selbststart, weil heutige Motorsegler generell ohne Windenkupplung verkauft werden und ohne diese Genehmigung nur ein älterer, gebrauchter und nicht dem Stand der Technik entsprechender Motorsegler auf unserem Platz  verkehren könnte.

Wir benötigen die Zulassungsart Motorsegler, um die erfolgreiche Überlandflugausbildung nach modernen Methoden weiterführen zu können.

Wir wollen die Zulassungsart Luftsportgeräte, um an der sich rasant entwickelnden Technik teilhaben zu können, die mittlerweile leistungsstarke und leise Flugzeuge als Alternative zum Motorsegler herausbringt und damit die Lärmemission noch einmal drastisch reduziert.

Wir wollen Ihre Unterstützung  in einem fairen und sachlichen Miteinander, das zum Wohle unseres Ortes, seiner Attraktivität sowie zur Weiterentwicklung des reichen Sport- und Freizeitangebots in dieser Region dient.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Segelfliegergruppe Salzdetfurth e.V.

haz_200903.jpg Wesseln (mv). Mit einem neuen Vorstand starten die Segelflieger vom Steinberg bei Wesseln in die Saison 2009. Die Flugzeuge werden geprüft – am Boden und in der Luft.

Nur Kassierer Hans-Dieter Waldeck gehört aus der alten Mannschaft weiter zum Kreis der Verantwortlichen. Die Mitglieder der Segelfliegergruppe Salzdetfurth wählten Johannes Linnenkamp an die Spitze. Als Stellvertreter arbeitet Lothar Hielscher. Für die Technik zeichnet Jens Tamoszus verantwortlich. Lukas Büsse ist neuer Jugendsprecher.

Schon lange kribbelt es den Piloten in den Fingern. Sie hoffen darauf, dass der Winter und das Regenwetter nun langsam zu Ende sind. Doch bevor der Spaß am Himmel fortgesetzt werden nn, müssen erst einmal die Flugzeuge ihrer jährlichen Überprüfung unterzogen werden. Gut zwei Stunden dauert der technische Check für einen Segelflieger. “Besonders viel Zeit nimmt die Dokumentation, die in mehreren Ausführungen erfolgen muss, in Anspruch”, erklärt Martin Scharnowski von der Segelfliegergruppe.

Die Prüferin Marianne Brandes aus Hildesheim hatte am Ende aber nichts an den sechs Fluggeräten auszusetzen. Bevor die Genehmigung erteilt wird, starten die Segelflugzeuge zu einem Überprüfungsflug. Nicht besonders glücklich sind die Segelflieger mit den gesetzlichen Vorgaben. Derzeit werden in der gesamten Fliegerei Wartung und Instandhaltung auf Basis neuer EU-Regelungen neu festgezurrt. „Es fehlen allerdings die entsprechenden Umsetzungsrichtlinien. So hängen alle letztlich in der Luft”, berichtet Martin Scharnowski. In dieser Sache hofft nicht nur die Segelfliegergruppe Salzdetfurth auf ein Ende der Ungewissheit.

Mit zwei Flugzeugen geht es am kommenden Wochenende nach Südfrankreich. Dort findet ein Landesverbandslehrgang zum Thema „Einführung in die Alpenfliegerei” statt. Fluglehrer Axel Heuer betreut die Gruppe aus Wesseln. Mit ihm reisen Friedrich Wolter, Eduard Nolte und Kurt Behrendt in den Süden.

Auch der Nachwuchs macht von sich reden. Lukas Florea (16) vom Aeroclub Hildesheim und Arne Brüsch (17) von der Segelfliegergruppe haben sich in einer gemeinsamen Projektarbeit am Wettbewerb „Jugend forscht” beteiligt — und die Jury überzeugt. Die beiden Scharnhorstgymnasiasten haben ein Programm geschrieben, mit dem der Pilot thermisch gute Bedingungen erkennen kann. Dabei haben Lukas Florea und Arne Brüsch 3100 Datensätze von absolvierten Flügen verarbeitet. Auf der Karte siebt der Pilot rote Flecken, die aus der Vergangenheit heraus Auskunft über optimale thermische Bedingungen geben. Mit diesem Projekt haben sich die beiden Schüler für den Landesentscheid in Clausthal qualifiziert. “Darauf freuen wir uns schon sehr”, sagen die Forscher. Am Ende der Saison 2008 hatten sie mit den Vorbereitungen für die Teilnahme an dem Wettbewerb begonnen. Nun möchten sie das Programm weiter modifizieren. Dazu könnten Datenmengen anderer Vereine oder aus dem Internet dienen.

In der Segelfliegergruppe Salzdetfurth sind derzeit 50 Piloten, 15 Jugendliche und fünf Fluglehrer aktiv. „Es gibt noch freie Ausbildungskapazitäten”, berichtet der neue Vorsitzende Johannes Linnenkamp. Das Hobby Segelfliegen muss nicht teuer sein. “Der Jahresbeitrag beläuft sich auf rund 350 Euro, quasi ein Euro pro Tag. Dazu kommen Prüfungsgebühren und die Kosten für Gesundheitszeugnisse”, erläutert der Vorsitzende. Im Durchschnitt benötigen Neuanfänger zwei bis drei Jahre, bis sie den Pilotenschein in der Tasche haben. Segelfliegen ist keine elitäre Veranstaltung”, betont Johannes Linnenkamp, der selbst erst vier Jahre im Verein ist.

Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung

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